Sozialabgaben

In Deutschland werden vom Lohn automatisch verschiedene Sozialabgaben und Steuern abgezogen. Für studierende gelten großzügige und meistens besondere Regeln. Manche zahlen nur reduzierte oder sogar gar keine, je nachdem wie viel sie insgesamt verdienen.

Wenn man eine Beschäftigung sozialversicherungspflichtig angenommen hat, zahlt man immer Sozialabgaben. Zu den Sozialabgaben zählen die Beiträge für die Krankenpflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung. Sie werden vom Arbeitgeber direkt vom Bruttogehalt abgezogen und an die Sozialversicherungsträger weitergeleitet.

In einigen Fällen besteht eine Beitragspflicht nur in der Rentenversicherung, z.B. bei Werkstudenten, oder wenn der Arbeitnehmer über die Kunstsozialkasse versichert ist.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer, teilen sich die Sozialabgaben zu ungefähr gleichen Teilen. Die Arbeitnehmeranteile bei den Krankenversicherungsbeiträgen sind ein bisschen höher als der Arbeitgeberanteil, deshalb gibt es einen kleinen Unterschied. Wenn man mind. 23 Jahre alt ist und keine Kinder hat, muss außerdem ein erhöhter Beitrag für die Pflegeversicherung gezahlt werden, an dem sich der Arbeitgeber nicht beteiligt. Anders als bei der Lohnsteuer werden Sozialversicherungsbeiträge nicht zurückerstattet. Sie berechnen sich immer vom jeweiligen Monatslohn und nicht vom Jahreseinkommen. Man könnte die Sozialabgaben ein wenig senken, wenn man zu einer Krankenkasse mit einem niedrigeren Beitragssatz wechselt. Gerade bei einem hohen Bruttoeinkommen machen sich schon kleine Unterschiede im Beitragssatz bemerkbar und sorgen so für ein höheres Nettogehalt.

Beispiel einer Sozialabgaben Rechnung

Beispiel eines monatlichen Bruttogehalts von 2.900€ im Sozialversicherungsjahr 2017

Sozialversicherung in 2017 Arbeitnehmeranteil Arbeitgeberanteil
Krankenvers. Allgem.: 14,60% 7,3% x 2.900€ = 211,70€ 7,3% x 2.900€ = 211,70€
Krankenvers. Zusatzbeitragssatz*: 1,10% 1,10% x 2.900€ = 31,90€ -
Pflegeversicherung: 2,55% 1,275% x 2.900€ = 36,98€ 1,275% x 2.900€ = 36,98€
Beitragszuschlag für Kinderlose (Pflegevers.): 0,25% 0,25% x 2.900€ = 7,25€ -
Rentenversicherung 18,70% 9,35% x 2.900€ = 271,15€ 9,35% x 2.900€ = 271,15€
Arbeitslosenversicherung 3% 1,5% x 2.900€ = 43,50€ 1,5% x 2.900€ = 43,50€
Gesamt: 602,47€ 563,32€

*Er ist eine Richtgröße für die Krankenkassen bei der Festlegung ihrer individuellen Zusatzbeitragssätze

Rentenversicherung

Alle Arbeitnehmer in Deutschland müssen von ihrem Verdienst einen Beitrag in die staatliche Rentenversicherung einzahlen. In der Regel sind es 9,35 % des Einkommens.

Studierende haben aber die Möglichkeit, sich bis zu einem Einkommen von 450 Euro von der Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen. Bleibt es bei der Rentenversicherungspflicht, muss der Studierende seine Pauschalbeiträge zum vollwertigen Rentenversicherungsbeitrag aufstocken. Bei einem Einkommen zwischen 450 und 850 Euro pro Monat bzw. Arbeitszeiten von über 20 Stunden wöchentlich fallen reduzierte Beiträge an. Ab einem monatlichen Verdienst von 850 Euro müssen Studierende den vollen Beitragsanteil zahlen.

Arbeitslosenversicherung

Studierende zahlen i. d. R. keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Das bedeutet auch, dass man keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, wenn man den Nebenjob verliert.

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